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Perkins EQ: Der wohlige, musikalische Sound eines "Britischen EQ" auf jedem Kanal. Bevor wir Sie mit der Perkins EQ-Sektion des Onyx Mischers bekannt machen, sollten wir Ihnen wahrscheinlich ihren Designer, Cal Perkins, vorstellen. Zusammen mit Greg Mackie war Cal die treibende Kraft hinter Mackie-Innovationen, wie den XDR Mic Preamps, der HR Monitor-Serie und vielem mehrc von seiner mehr als 30-jährigen Erfahrung in der Konstruktion von klassischen Audiogeräten für andere Leute einmal ganz abgesehen.
Ziel von Perkins EQ war es, den klassischen EQ Sound der britischen Mischpulte aus den 60-er und 70-er Jahren zum ersten Mal überhaupt in einem kleinformatigen Mischer unterzubringen. Cal begann also mit der Wien Bridge Schaltungsstruktur - einem sehr musikalischem Design, das durch Mischpulte der verehrten "Britischen Invasion" populär gemacht wurde. * Dieses Design verzichtet auf die Möglichkeiten einer starken Anhebung/Absenkung zugunsten eines breiteren, hochmusikalischen Q-Filters. Man erhält also einen sehr wohligen Klang, hat allerdings auch weniger Kontrolle als bei modernen Mischern.
An dieser Stelle beschloss Cal, Ihnen ein besseres Angebot zu machen. Um die Einschränkungen der Wien Bridge zu überwinden, füllte er 20 Seiten mit Gleichungen, die die scheinbar einfache Wien Bridge-Schaltung in allen Einzelheiten beschrieb. Nachdem er die Gleichungen mit Integral- und Differentialrechnungen gelöst hatte, konnte Cal Kondensator- und Widerstandswerte angeben, die den Onyx Mischern etwa 6dB mehr Steuerung (±15 dB) ermöglichten, ohne die Güte ("Q") oder Bandbreite der Filter zu stark zu schmälern. Dann stellte Cal mittels Filterkombinationen eine möglichst geringe Phasenverschiebung sicher und machte dadurch die gesamte EQ-Sektion so musikalisch wie möglich. Und schließlich fügte er pro Kanal einen individuellen Hardware Bypass hinzu, der die EQ-Schaltung bei Bedarf komplett aus dem Signalweg entfernt. Das Endergebnis ist eine wohlige und sehr musikalische, analoge EQ-Sektion, die bei Aktivierung großartig klingt und bei Deaktivierung völlig neutral ist. Eine Reglerdrehung genügt, um in eine Welt honigsüßer Harmonie einzutauchen. * Tatsächlich gab es in den 1960-er/70-er Jahren fast so viele verschiedene "British EQ" Schaltungstypen wie britische Mischpultkonstrukteure. Aber die von Cal für den Perkins EQ benutzte Wien Bridge-Schaltungsstruktur gilt allgemein als eine der wohlklingendsten. (Sie können jetzt beim Rätselraten die Kategorie "Entzaubern von Audio-Mythen wählen".) |